Was brauche ich in der Rente, um meinen Lebensstil zu halten?
Renten-Bedarf, gesetzliche Rente und Vorsorge-Lücke realistisch berechnet. Inkl. Inflation, Steuer und Gesundheitskosten. 5 Minuten, neutral, kein Verkauf.
Renten-Check starten →Die Renten-Kernzahlen 2026
Beispiel-Rechnung: 3.000 € Netto heute
1. Renten-Bedarf
80 % vom Netto = 2.400 € / Monat in der Rente — heutige Kaufkraft.
2. Gesetzliche Rente
Brutto ca. 1.700 €, Netto nach KV+Pflege+Steuern ca. 1.350 € (Durchschnittsverdiener, 45 J. eingezahlt).
3. Versorgungslücke
1.050 € / Monat Differenz. Über 20 Jahre Rente: 252.000 € Gesamtsumme.
4. Spar-Bedarf
Wer mit 35 anfängt (30 J. bis Rente): ca. 380 € / Monat. Mit 45: ca. 730 €. Mit 55: 1.900 € — kaum noch schließbar.
Annahme: 4 % reale Rendite (nach Inflation). ETF-Welt-Sparplan langfristig nahe diesem Wert.
So berechnen Sie Ihre Renten-Lücke
Ist-Netto ermitteln
Aktuelles Haushalts-Netto pro Monat — was tatsächlich am Monatsende bleibt.
Renten-Bedarf rechnen
80 % vom Netto. Wenn Haus zur Rente abbezahlt: 70 %. Wenn Miete bleibt: 85–90 %.
Gesetzliche Rente abrufen
Bei DRV Renten-Bescheid anfordern (kostenlos). Aktueller und prognostizierter Wert ablesbar.
Bestehende Vorsorge addieren
BAV, Riester, Rürup, ETF-Depot, Lebensversicherung, Mieteinnahmen — alles in monatlichen Cashflow zur Rente umrechnen.
Sparrate ableiten
Lücke × Faktor je Restzeit: 30 J. → 0,35 / 20 J. → 0,70 / 10 J. → 1,80. Beispiel: 1.000 € Lücke + 20 J. Restzeit = 700 € / Monat sparen.
Häufige Fragen zur Renten-Vorsorge
Wie viel brauche ich in der Rente?
Faustregel: rund 80 % des heutigen Nettos. Bei 3.000 € heute → ca. 2.400 € Rentenbedarf. Plus Inflation einrechnen: 2 % über 20 Jahre macht real fast die Hälfte aus. Eine seriöse Berechnung rechnet das durch.
Wie hoch wird meine gesetzliche Rente?
2026: Rentenwert West 39,32 € pro Entgeltpunkt. 45 Jahre Durchschnittsverdienst = 45 Punkte = 1.770 € brutto. Netto ca. 1.500 € (nach KV/PV/Steuer). Aktuelle Prognose bei DRV anfordern — kostenlos.
Was sind die besten Vorsorge-Produkte 2026?
1. Arbeitgeber-BAV maximal ausschöpfen (Zuschuss = Rendite). 2. ETF-Sparplan Welt-Aktien (MSCI World/FTSE All-World, TER 0,1–0,3 %). 3. Riester nur für Familien mit Kindern + hoher Steuerklasse. 4. Rürup für Selbstständige + Top-Verdiener. 5. Lebensversicherung nur in Sonderfällen.
Was passiert mit der Renten-Steuer 2026?
2026: 84 % der gesetzlichen Rente sind steuerpflichtig. Ab 2040: 100 %. Beispiel: 1.770 € Brutto-Rente → ca. 1.490 € steuerpflichtig → ca. 80–120 € Einkommensteuer (je nach Gesamteinkommen) → Netto ca. 1.500 €.
Wann sollte ich anfangen zu sparen?
So früh wie möglich. Zinseszins: wer mit 25 monatlich 100 € spart, hat mit 65 ca. 240.000 €. Wer mit 45 anfängt, muss schon 400 €/Monat für gleiches Ziel sparen. Faustregel: 10–15 % vom Netto in Vorsorge — ab dem ersten Gehaltscheck.
Wie wichtig ist Inflation in der Renten-Planung?
Sehr. 2 % Inflation pro Jahr halbieren die Kaufkraft in 35 Jahren. Wer heute 2.000 € Rente plant, hat mit 65 nur die Kaufkraft von 1.000 € heute — wenn nicht inflationsangepasst. Lösung: in Sachwerte sparen (ETF-Aktien, Immobilie), Inflations-Sicherung in Renten-Versicherungen einbauen.
Was ist die Renten-Lücke konkret?
Renten-Lücke = Soll-Bedarf (80 % vom Netto) MINUS tatsächliche Rente aus allen Quellen (gesetzlich + betrieblich + privat). Beispiel 3.000 € Netto heute: Bedarf 2.400 € − gesetzliche Rente 1.500 € − BAV 200 € = 700 € Lücke. Diese 700 € müssen durch private Vorsorge geschlossen werden.
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