Lohnt sich die private Krankenversicherung für Sie?
Kurz: Die PKV steht Beamten, Selbstständigen und Angestellten über der Versicherungspflichtgrenze offen. Sie bietet oft bessere Leistungen und für Beamte mit Beihilfe meist deutlich günstigere Beiträge. Der ehrliche Haken: Der Weg zurück in die gesetzliche Kasse ist ab einem gewissen Alter praktisch versperrt, und die Beiträge steigen im Alter. Wir ordnen ein, ob die PKV zu Ihrer Situation passt.
PKV-Check startenFür wen die PKV überhaupt infrage kommt
- Beamte und Anwärter – durch die Beihilfe des Dienstherrn muss nur der Restanteil versichert werden; das ist meist deutlich günstiger als die gesetzliche Kasse.
- Selbstständige und Freiberufler – unabhängig vom Einkommen wählbar.
- Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze).
Die ehrlichen Nachteile
Der wichtigste Punkt, der oft untergeht: Der Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung ist ab 55 Jahren faktisch versperrt. Außerdem zahlen Sie für jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag – anders als in der gesetzlichen Familienversicherung. Und die Beiträge steigen mit den Gesundheitskosten. Wer plant, Familie zu gründen oder dessen Einkommen schwanken kann, sollte das sehr bewusst abwägen.
Für Beamte: Beihilfe richtig verstehen
Der Dienstherr übernimmt in der Regel 50–80 % der Kosten. Versichert werden muss nur der verbleibende Prozentsatz – ein sogenannter beihilfekonformer Tarif. Genau deshalb ist die PKV für Beamte meist die wirtschaftlichere Wahl. Wichtig ist, dass der Tarif den Beihilfesatz exakt abbildet und sich bei Änderungen anpassen lässt.
Schon privat versichert? Dann ist der Tarifwechsel Ihr Hebel
Wenn Sie bereits in der PKV sind und der Beitrag drückt, ist selten ein Anbieterwechsel die Lösung, sondern der Tarifwechsel nach § 204 VVG innerhalb Ihrer Gesellschaft – ohne neue Gesundheitsprüfung und mit Erhalt der Alterungsrückstellungen. Details dazu auf unserer Seite zum PKV-Tarifwechsel.
Kostenlos, unabhängig – kein Verkauf.
PKV-Check startenHäufige Fragen
Wer darf sich überhaupt privat krankenversichern?
Beamte und Anwärter, Selbstständige und Freiberufler sowie Angestellte, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Für alle anderen ist die gesetzliche Krankenversicherung Pflicht.
Lohnt sich die PKV für Beamte?
Meist ja. Durch die Beihilfe muss nur der Restanteil versichert werden, wodurch die Beiträge in der Regel deutlich unter der freiwillig gesetzlichen Versicherung liegen. Wichtig ist ein beihilfekonformer Tarif, der den Beihilfesatz exakt abbildet.
Kann ich später zurück in die gesetzliche Krankenkasse?
Nur unter engen Voraussetzungen, und ab 55 Jahren ist der Rückweg faktisch versperrt. Das ist der wichtigste Punkt, den man vor dem Wechsel verstanden haben sollte.
Was passiert mit den Beiträgen im Alter?
Sie steigen mit den allgemeinen Gesundheitskosten. Alterungsrückstellungen dämpfen das, heben es aber nicht auf. Wer bereits privat versichert ist, senkt Beiträge am wirksamsten über einen Tarifwechsel nach § 204 VVG.
Zahlt die PKV für Familienmitglieder mit?
Nein. Anders als in der gesetzlichen Familienversicherung wird jedes Familienmitglied einzeln versichert und kostet einen eigenen Beitrag. Bei Familienplanung ist das ein zentraler Rechenfaktor.
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